Lander Historic Arms - Mecklenburg-Schwerin, Dragonerpistole M 1841

Mecklenburg-Schwerin, Dragonerpistole M 1841

Mecklenburg-Schwerin, Dragonerpistole M 1841 Nummer:0254

Mecklenburg-Schwerin, Dragonerpistole M 1841

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Mecklenburg-Schwerin, Dragonerpistole M 1841

Wegen ihrer Perkussionierung in der Münze von Schwerin sind diese Pistolen als einzigartig beim deutschen Militär zu bezeichnen

Nussbaumvollschaft mit Messingbeschlägen, diese bestehend aus halbem Vorderschaftband, einteiligem Abzugsbügel, Kolbenkappe mit angedeuteten, seitlichen Sporen und s-förmigem, flachem Schlossgegenblech. Runder Lauf mit im ehemaligen Zündloch verschraubtem und hart verlötetem Pistonsockel. Aptiertes Perkussionsschloss mit handgefertigtem Hahn und aus der ehemaligen Pulverpfanne gefertigtem Feuerschirm hinter dem Pistonsockel. Handgefertigter Sicherungsflügel für das Piston, durch die ehemalige Batteriefeder beaufschlagt. Lauf/Schaft-Verbindung durch Kreuzschraube und einen Laufschieber. Keine Visiereinrichtung. „TOWER“ links vom Hahn auf dem Schlossblech außen. Marke „Englische Krone“ am Schlossblech außen unterhalb des Pistonsockels. „G.D.R.E.1.N°92“ (Großherzogliches Dragoner-Regiment 1. Eskadron, Pistole N°923) als Truppenteilstempel an der Kolbenkappe rechts. Birminghamer Beschuss- und Beschaumarke auf dem Pulversack oben links. Seriennummer „526 der Steinschlossfertigung der Unterseite der Kolbenkappe.

Gesamtlänge 390mm, Lauflänge 230mm, Kaliber des glatten Laufs 17,3mm.

In den Wirren des Befreiungskrieges gegen die napoleonischen Truppen hatte der Schweriner Kaufmann Bapst im Auftrag des großherzoglichen Kriegsministeriums in England britische Kavalleriepistolen M 1796 New Land Pattern und Light Dragoon besorgt. Diese Pistolen wurden über 40 Jahre später in der Münze von Schwerin aus Sparsamkeitsgründen auf Anordnung des Großherzogs in Handarbeit auf das Perkussionssystem umgebaut. Bei diesen Umänderungsarbeiten erhielten die Pistolen, die ursprünglich mit einem Gelenkladestock ausgerüstet waren, einen völlig neuen Schaft und die zur Perkussionierung erforderlichen Hähne sowie die charakteristische Pistonsicherung wurden zu großen Teilen mit der Hand gefeilt. Erst 1851 sind diese in der deutschen Waffengeschichte sicherlich einmaligen Pistolen durch ein Nachfolgemuster, resp. einen Spitzkugelkarabiner ersetzt worden.

Vergleiche: Udo Lander, die Pistole aus der Münze, die Mecklenburg-Schweriner Kavalleriepistole M 1841, in Deutsches Waffenjournal 4/1995, S.524 f

 

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