Lander Historic Arms - Sachsen, Ulanenpistole M 1817/38UM, Fertigung Anschütz/Suhl

Sachsen, Ulanenpistole M 1817/38UM, Fertigung Anschütz/Suhl

Sachsen, Ulanenpistole M 1817/38UM, Fertigung Anschütz/Suhl Nummer:JRC44 verkauft

Sachsen, Ulanenpistole M 1817/38UM, Fertigung Anschütz/Suhl

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 Nussbaum-Halbschaft mit Messingbeschlägen, diese bestehend aus an der Schaftunterseite federarretiertem, später verändertem Laufring, Abzugsbügel mit vorderer und hinterer Verlängerung, Kolbenkappe und Schlossgegenblech für zwei Schlossschrauben, die Schraubenköpfe sind im Gegenblech versenkt. Aptiertes Perkussionsschloss M 1812/38UM mit weit ausladender Pistonsicherung, die von der Batteriefeder gestützt wird. Herstellersignatur "A" mit kimmenförmigem Querstrich  (nur teilweise erhalten) am Pulversack links.  Runder, am Pulversack seitlich abgeflachter Lauf mit seitlich angelötetem Pistonsockel. Eisen-Ovalkorn auf dem Lauf, 25mm hinter der Mündung, Kimme in das Schwanzschraubenblatt eingefeilt. Sächsische Abnahmemarke „AR“ unter Krone auf dem Pulversack oben.. Truppenstempel „I.U.R.a.138.“(1. Ulanenregiment, 1. Eskadron, Pistole 138) auf dem Schlossgegenblech. Weiterer Truppenstempel "U c 63" an der Laufunterseite.

Gesamtlänge 397mm, Lauflänge 240mm, Gegenblechlänge 85mm, Kaliber des glatten Laufs 17,6mm

 

 

 

 

 

 

Als das Chevauleger-Regiment Prinz Carl Ende November 1811 in ein Ulanen-Regiment umgewandelt wurde, verlor es im Austausch gegen die Lanzen die Karabiner und damit natürlich auch das Karabinerbandelier. Da die Ulanen nun beim Blänkern die Lanzen im Arm halten mussten, machte es Schwierigkeiten, die Pistole sofort nach dem Feuern im Holfter unterzubringen. Deshalb erhielten sie einen sog. „Pistoletriemen“ mit einfachem Karabinerhaken zum Einhängen der Pistole.

Damals führten die Kavallerieregimenter noch die Pistole M 1789 mit einem Kolbenring. Nach 1812 besaßen auch die Pistolen M1812  diesen Kolbenring nicht mehr, so dass den Ulanen  nichts weiter übrig blieb, als die Karabinerhaken in die Abzugsbügel der Pistolen M 1812 einzuhängen. Diese waren aber dazu zu eng. Deshalb zerbrachen die Bügel oft, auch kam es vor, dass die Abzüge nicht nach hinten durchgezogen werden konnten, wenn der Reiter im Eifer des Gefechts vergessen hatte, die Pistole auszuhängen. Aus diesem Grunde stellte das Regiment den Antrag, seine Pistolen mit Riemenbügeln versehen zu lassen. Man verwies darauf, dass solche Bügel vom Leibkürassier-Garde-Regiment zu bekommen waren, da dieses Pistolen verwendete, die z.T. noch Riemenbügel besaßen. Durch Resolution vom 29. Dezember 1817 wurde deshalb angeordnet, dass die Pistolen des Regiments mit diesen Bügeln versehen werden sollten.

Die Leibkürassiergarde musste dazu 215 Paar solcher Bügel abgeben, erhielt aber gleichzeitig die entsprechende Anzahl von Kappenschrauben. Die restlichen 446 Paar Bügel konnten z.T. von den im Hauptzeughaus vorhandenen alten Kavallerie- und Infanterie-Unteroffiziers-Pistolen entnommen werden.

Die hier vorgestellte Ulanenpistole ist laut Truppensignatur eindeutig bei einem Ulanen-Regiment verwendet worden und besaß entsprechend den Vorgaben anfänglich sicherlich einen Kolbenring. Da dies nicht mehr der Fall ist, muss davon ausgegangen werden, dass dieser nach der Anordnung der Kriegsverwaltungskammer vom 8.März 1831 entfernt wurde.

 

 

 

Preis? Bitte fragen Sie nach unter lander-forbach@t-online.de

 

 

 

 

 


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