Lander Historic Arms - Sachsen, Kavalleriepistole M 1789, Fertigung in Suhl

Sachsen, Kavalleriepistole M 1789, Fertigung in Suhl

Sachsen, Kavalleriepistole M 1789, Fertigung in Suhl Nummer:0403

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Dies ist die letzte sächsische Ordonnanzpistole mit an der Waffe versorgtem Ladestock. Bei allen nachfolgenden Mustern hat man den Ladestock separat am Bandelier getragen.

Nussbaum-Vollschaft mit ovalen Verschneidungen um Schlossblech, Schlossgegenblech und Schwanzschraubenblatt. Messingbeschläge, diese bestehend aus schmalem, halbem Vorderschaftband, zwei runden, an den Enden kanellierten Ladestockröhrchen, Abzugsbügel mit vorderer und hinterer Verlängerung (entsprechend dem Vormodell M 1763/67), Kolbenkappe mit seitlichen, langen Sporen und eiserner, eckiger Riemenöse, sowie gegenüber dem Vormodell vereinfachtem Schlossgegenblech für nur noch zwei Schrauben. Auf der ganzen Länge runder, am Pulversack seitlich abgeflachter Lauf. Das Schwanzschraubenblatt endet rund. Standkimme in das Schwanzschraubenblatt eingefeilt, Messingkorn auf dem Lauf. Unterhalb der Mündung ein Gelenk oder Scharnier  für den eisernen Ladestock. Steinschloss mit gewölbtem Schlossblech und ebensolchem Schwanenhalshahn. Runde, wassersichere Eisenpfanne mit Entlüftungskanälen und Verbindungssteg zur Batterie. Der Batteriefuß nach oben eingerollt. Der Hahn mittels Hahnmutter auf der Nuss befestigt. Truppenteilstempelung am  Abzugsbügel „L.C.G.VIII.27.“ Gefertigt in Suhl, entsprechender Stempel „Suhler Henne“ zweimal an der Laufunterseite und rudimentär zwischen den Schenkeln der Batteriefeder.

Gesamtlänge 443mm, Lauflänge 270mm, Schlosslänge 140mm, Kaliber des glatten Laufs 17,79mm, Gewicht 1.415g

 

Im November 1791 erhielten die sächsischen Kavallerie-Regimenter eine neue Feuerwaffenausstattung, deren Ausführung eine interessante Vorgeschichte hat. Hierbei zeigte sich deutlich, wie die Unvereinbarkeit von neuen Konstruktionselementen mit Traditionen und den sich nur langsam und oft widerwillig umstellenden Manufakturen die schnelle Umsetzung von im Grundsatz guten Ideen behindern können.

 

Ab 1783 wurde es immer deutlicher, dass die zum Teil 20 Jahre alten Feuerwaffen dringend ersetzt werden mussten. Das fehlende Geld für eine komplette Neubewaffnung und die bei der Kavallerie noch immer weit unterschätzte Bedeutung der Feuerwaffen führte aber dazu, dass das anstehende Problem immer weiter vor sich her geschoben wurde.

Am 13. März 1789 wurde plötzlich mitgeteilt, dass auf Anordnung des Kabinettsministers Generalmajor Heinrich Gottlieb v. Stutterheim je ein Karabiner und eine Pistole

 

„..............woran der Ladestock oben an der Mündung des Laufs durch einen beweglichen eisernen Ring dergestalt befestigt ist ,dass er durch selbigen in den Lauf gestoßen und wiederum an seinen Ort gebracht werden kann, ohne dass derselbe jemahls entfallen und verlohren gehen könne ............“

 

hergestellt und besiegelt worden sei. Dabei war an der Laufunterseite hinter der Mündung ein aus zwei kleinen Bügeln bestehendes Scharnier angebracht, welches den Ladestock beweglich, aber auch sicher fixierte

Der Vorschlag, den Ladestock vor Verlust zu schützen, war nicht unbegründet. Vor allem, wenn der Karabiner zu Pferd am Haken hängend mitgeführt wurde, war die Gefahr groß, dass der Ladestock sich aus der Befestigung löste. Auch bei den Pistolen bestand die Gefahr, dass infolge des Zusammentrocknens die hölzernen Ladestöcke beim Ziehen der Pistolen aus den Holstern davonflogen.

Die hier angebotene Pistole wurde laut Truppensignatur auf dem Abzugsbügel bei der sächsischen Leib-Cuirassier-Garde als Waffe N°27 in  der 8. Eskadron verwendet.

 

Preis? Bitte fragen Sie nach unter lander-forbach@t-online.de

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