Lander Historic Arms - Russland, Kavalleriepistole 1809, Fertigung Tula 1842

Russland, Kavalleriepistole 1809, Fertigung Tula 1842

Russland, Kavalleriepistole 1809, Fertigung Tula 1842 Nummer:0549

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Russland, Kavalleriepistole 1809, Fertigung Tula 1842

Russland, Kavalleriepistole 1809, Fertigung Tula 1842

Rares Stück aus dem Bestand der russischen Kavallerie mit sehr spätem Fertigungsdatum

Birkenholz-Vollschaft mit nachträglich eingeschnittener Ladestocknut.  Messingbeschläge, diese bestehend aus in späterer Zeit ergänztem ganzem  Mündungsband,  einteiligem Abzugsbügel, Kolbenkappe mit langen seitlichen Sporen, Schlossgegenblech für zwei Schrauben und beschriftetem Daumenblech. Auf dem Daumenblech bekrönte Herrscherchiffre „H I“ (Zar Nikolaus I. 1825-1855). Steinschloss mit gewölbtem Schlossblech mit ebensolchem Herzhahn und gegossener Messingpfanne. Herstellersignatur „TULAhalbkreisförmig in Blockschrift auf dem Schlossblech außen, darunter ebenfalls im Halbkreis das Fertigungsjahr „1842“.  Marke Doppeladlerim Quadrat auf dem Pulversack oben.  Kontrollstempel „MF“ am Abzugsbügel vorne und am Schlossgegenblech.  Runder, am Pulversack kantiger Lauf mit rund endendem Schwanzschraubenblatt. Erhabene  Kimme auf dem Schwanzschraubenblatt, Messing-Ovalkorn auf dem Lauf, 25mm hinter der Mündung.

Lauf und Schloss mit sehr schön erhaltener Originalbräunierung.

 

Gesamtlänge 420mm, Lauflänge 263mm, Schlosslänge 14,6mm, Kaliber des glatten Laufs 17,86mm, Gewicht 1.265g

Die Konstruktion der Pistole M 1809 geht zurück auf das dringend notwendige Erfordernis, den Gesamtwaffenbestand der russischen Armee zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu erneuern und zu modernisieren. So hat man im Jahr 1808 für alle Feuerwaffen ein einheitliches Kaliber von 17,78 mm vorgeschrieben und alle Feuerwaffen erhielten das gleiche Schlosssystem. Es war dem französischen System M an 9 nachempfunden und besaß wie dieses einen sehr massiven Herzhahn sowie eine gegossene Messingpfanne..

Mit einem Paar dieser Pistole M 1809 waren alle Mannschaften der 13 russischen Kürassier-, Regimenter, acht Husaren-Regimenter und 15 Dragoner-Regimenter ausgerüstet., wobei ab 1812 alle diese Regimenter jeweils sechs Eskadrons hatten. Auch die Soldaten der reitenden Artillerie führten jeweils ein Paar dieser Pistolen, während die Mannschaften der Pioniere und Mineure jeweils nur eine Pistole zur Verfügung hatten. Da die Pistole ursprünglich keine Vorrichtung zur Unterbringung eines Ladestocks besaß, musste der zugehörige Ladestock separat in einem Steckfach am Pistolenholster getragen werden. Auf dem Pferd mitgeführt wurde das Pistolenpaar in jeweils rechts und links am Sattel angebrachten Lederholstern.

Wie das an der vorgestellten Pistole eingeschlagene Fertigungsjahr 1842 zeigt, hat man dieses Waffenmuster in Tula noch 30 Jahre nach dem Krieg von 1812 gegen Napoleons Grande Armee gefertigt. Eine zeitgenössische Farbgraphik mit Abbildungen von russischen Militär-Ordonnanzpistolen aus dem Jahr 1839 zeigt eindeutig, dass die Pistole M 1809 noch zu dieser Zeit als Ordonnanzwaffe im Gebrauch war.

 

Preis? Bitte fragen Sie nach unter lander-forbach@t-online.de

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